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Symptome, Umgang, Perspektiven

«Als Boxer weiss ich, dass dein Gegner fair kämpfen muss, damit du eine Chance hast. Aber Leukämie ist nicht fair, sie haut dich um! Deshalb müssen wir den Betroffenen helfen.»

(Axel Schulz, ehemaliger Boxer und Schirmherr der Initiative «Uckermark gegen Leukämie») (Quelle: Uckermark-gegen-leukämie.de)

In der Schweiz trifft die Diagnose Leukämie jährlich rund 950 Menschen. Fast die Hälfte ist dabei 70 Jahre oder älter (Quelle: Krebsliga.ch). Auch Kinder bleiben von dieser Krankheit nicht verschont: Jährlich erkranken zirka 220 Kinder an Krebs, ein Drittel davon an Leukämie. Bei Kindern ist Leukämie in den meisten Fällen therapierbar. Normalerweise dauert eine Chemotherapie 2 Jahre. Wenn nach 5 Jahren keine kranken Zellen mehr gefunden werden, gilt der Patient als geheilt. Dies schaffen laut Angaben der Krebsliga, 4 von 5 Kindern.

Die Diagnose Leukämie ist ein Schock und muss verarbeitet werden

Wie der Psychologe Daniel Zehnder betont – er hat 7 Jahre lang am Zürcher Kinderspital kleine Krebspatienten und ihre Angehörigen begleitet – sind stabilisierende Gespräche und soziale Unterstützung in dieser Zeit am hilfreichsten. Zudem sei es wichtig, die Kinder mit auftauchenden Fragen rund um den Tod zu begleiten und sie in ihrer Angst nicht alleine zu lassen (Quelle: Schweizerfamilie.ch).

Keine typischen Symptome

Es gibt keine Symptome, die für eine Leukämieerkrankung typisch sind, aber einige Beschwerden, die auf eine Leukämieerkrankung hinweisen können. Allgemein treten Beschwerden bei akuten Leukämien meist aus scheinbar völliger Gesundheit heraus auf, meistens mit schweren Krankheitssymptomen und Fieber. Im Vergleich dazu beginnen chronische Leukämien schleichend und werden oft eher zufällig bei Routineuntersuchen festgestellt.

Individuelle Krebsbehandlung

Individuelle Krebsbehandlung

Bei folgenden Symptomen muss laut Krebsliga.de nicht zwingend eine Leukämie diagnostiziert werden. Es ist aber sinnvoll, einen Arzt aufsuchen, um genauere Abklärungen zu machen, wie zum Beispiel bei:

  • Knochenschmerzen,
  • auffällig blasser Haut, Hautveränderungen, ev. Ausschläge,
  • Fieber, schweres Krankheitsgefühl, häufig verbunden mit hartnäckiger Infektion,
  • erhöhte Neigung zu Infekten,
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, ev. hervorgerufen durch Anämie (Blutarmut),
  • Neigung zu Blutungen (z. B. Nasen- oder Zahnfleischbluten), schwer zu stillende Blutungen,
  • Blutergüsse,
  • Atemnot, auch bei mässig körperlicher Betätigung, Schwindel, Nachtschweiss,
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust,
  • geschwollene Lymphknoten am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leiste und
  • vergrösserte Milz oder Leber.

Behandlung

Patienten mit akuter Leukämie (Beispiel Kickboxerlegende Andy Hug gest. 24. 8. 2000) brauchen sofort eine Chemotherapie, je nachdem kann auch eine Knochenmark- oder Stammzellentransplantation angebracht sein. Chronische Leukämien kann man oft mit spezifischen Medikamenten behandeln, zusätzlich kommen Chemotherapie und manchmal auch Knochenmark- oder Stammzellentransplantationen in Frage (Quelle: Krebsliga.ch).

Wie sind die Prognosen?

Eine Prognose ist abhängig von der Leukämieform, davon wie der Patient auf die Therapie anspricht und welche Komplikationen während der Behandlung auftreten. Die Chance einer vollständigen Heilung ist durch die Möglichkeit der Stammzellentransplantation gestiegen. Auch die heute angewendeten Chemotherapien und zielgerichteten Krebstherapien («targeted therapies») sind sehr effektiv. Bei älteren Menschen kommt es seltener zur Heilung und häufiger zu einem Rückfall als bei jüngeren Patienten. (Quelle: Medproduction.de)

 Ursachen von Leukämie Die Ursachen einer Leukämie sind weitgehend unbekannt. Als begünstigende Faktoren gelten: Spezielle Viren, Umweltgifte, radioaktive Strahlung, frühere Chemotherapien, erbliche Faktoren und Immunschwäche. (Quelle: Sprechzimmer.ch) Zudem erhöhe Benzol das Leukämierisiko, wie das Bundesamt für Gesundheit verlauten lässt. Benzol entweicht aus den Auspuffen von Kraftfahrzeugen mit Benzinmotoren und bei Tankstellen. Die Benzol- belastungen in der Aussenluft werden in der Schweiz laufend gemessen und sind im europäischen Vergleich niedrig. Stärker belastet sind Menschen, die viel Auto fahren oder Berufe ausüben wie Tankstellenangestellte, Verkehrspolizisten und Buschauffeure. Auch ins Gewicht fallen kann ein häufiger Aufenthalt in Tiefgaragen und in der Nähe von deren Abluft. (Quelle: bag.admin.ch) Weiter zu Teil 2: «Leukämie (Blutkrebs)» © Christliche-Lebensberatung.ch - 17.09.2012 (bs) Wichtiger Hinweis: Die hier aufgeführten Angaben ersetzen auf keinen Fall den Artzbesuch! FENSTER ZUM SONNTAG-Talk: «Der Leukämie getrotzt» Der Leukämie getrotzt In der schwierigsten Zeit von Gott, Freunden und der Familie getragen Urs Iselin erlebte seine dunkelste Zeit als Leukämiepatient, als eine vorgesehene Knochen-markstransplantation aufgrund einer Hepatitis verschoben werden musste. Er kam psychisch so sehr an seine Grenzen, dass er darüber nachdachte, seinem Leben ein Ende zu setzen. Und doch kam es anders und Lebenswille kam wieder auf. In der schwierigsten Zeit fühlte er sich getragen: von seiner Familie und treuen Freunden, von Gott. Ihre Begleitung, Ermutigung, ihr Dasein gaben ihm die nötige Stütze. Er erlebte, dass wenn er nicht mehr glauben und hoffen konnte, andere dies für ihn taten. All das Schwere, das er und seine Familie während seiner Krankheit erlebten, schweisste sie noch mehr zusammen. Heute ist er geheilt und sieht jeden Tag als ein Geschenk. Er plant nicht weit voraus, sondern möchte aus jedem einzelnen Moment das Beste machen. Und es ist ihm ein Anliegen, anderen Betroffenen Mut zu machen durch das, was er während seiner Erkrankung erlebt hat. (Quelle: Radio Sendung «Der Leukämie getrotzt»)

Ursachen von Leukämie

Die Ursachen einer Leukämie sind weitgehend unbekannt. Als begünstigende Faktoren gelten:

  • Spezielle Viren,
  • Umweltgifte, radioaktive Strahlung,
  • frühere Chemotherapien,
  • erbliche Faktoren und Immunschwäche.

(Quelle: Sprechzimmer.ch)

Zudem erhöhe Benzol das Leukämierisiko, wie das Bundesamt für Gesundheit verlauten lässt. Benzol entweicht aus den Auspuffen von Kraftfahrzeugen mit Benzinmotoren und bei Tankstellen. Die Benzol- belastungen in der Aussenluft werden in der Schweiz laufend gemessen und sind im europäischen Vergleich niedrig. Stärker belastet sind Menschen, die viel Auto fahren oder Berufe ausüben wie Tankstellenangestellte, Verkehrspolizisten und Buschauffeure. Auch ins Gewicht fallen kann ein häufiger Aufenthalt in Tiefgaragen und in der Nähe von deren Abluft. (Quelle: bag.admin.ch)

Umgang und emotionale Seite der Krankheit

Patienten mit Krebs vergessen laut Curado.de ihre Diagnose nie und müssten sich in der Gestaltung ihres Lebens an der Krankheit orientieren. Nach einer ersten Phase des Schocks über die Diagnose könne über Wochen und Monate eine Phase des souveränen Umgangs mit der Krankheit folgen. Während es Patienten mit akuter Krankheit oft wieder besser gehe, muss der chronisch Krebskranke mit Rückfällen, Verschlechterung der Befunde und neuen Behandlungen rechnen.

Die Angst vor einem Rückfall der Leukämie prägt.

Die Angst vor einem Rückfall der Leukämie prägt.

Es gebe gute und schlechte Phasen, emotionale Rückfälle und Zeiten, in denen die Krankheit besser auszuhalten ist, berichtet Curado.de. Wie bei allen Krankheiten erlebe dies jeder Patient anders. Oft seien aber auch geheilte Patienten lebenslang durch die Folgen der Krankheit und derer Behandlung belastet. Dies durch Folgen von Operationen, Bestrahlung oder Chemotherapie. Die Angst vor einem Rückfall nehme mit jedem Monat und Jahr ab, bleibe oft aber unterschwellig präsent (Quelle: Curado.de).

Hinsehen:

Nachdenken

Betroffene und Leukämie

Jeder Mensch erlebt eine Krankheit anders
Jeder Mensch ist ein Individuum und erlebt eine Krankheit wie kein anderer. Menschen, die etwas Ähnliches durchmachen, haben oft grösseres Verständnis als Nichtbetroffene. So ist es auch nachvollziehbar, dass Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, Kontakte zu anderen Betroffenen suchen. Unter folgendem Link sind Webseiten von an Leukämie erkrankten Menschen zusammengestellt: Krebsforum.ch. Durch das Schreiben über die Krankheit verarbeiten Betroffene ihre schwierige Situation. Gleichzeitig helfen sie damit andern, die das gleiche Schicksal trifft, finden aber auch neue Kontakte zu Menschen in ähnlicher Situation.

«Diese Krankheit erwischt mich nicht – ich erwische diese Krankheit»

Gerd Nagel, Professor für Krebsforschung, stellte sich selber die Diagnose Leukämie. Wie für jeden anderen, war dies auch für ihn ein Schock. Er musste damals davon ausgehen, dass das sein Todesurteil bedeutet. Aber er sagte sich: «Diese Krankheit erwischt mich nicht – ich erwische diese Krankheit» und trotzte dem Krebs erfolgreich. Er lernte in seiner Krankheit, empathischer mit seinen Patienten umzugehen. Er wollte ein Arzt mit Herz sein, der hinter einer Krankheit auch immer den Menschen sieht. (Quelle: Lifechannel.ch) Heute ist Gerd Nagel nicht mehr praktizierender Arzt. Zur Unterstützung und Begleitung von Patienten gründete er die Stiftung Patientenkompetenz.

Stiftung Patientenkompetenz

Eine Garantie, dass man überlebt, gibt es wie bei allen schweren Krankheiten nicht. Warum das so ist, kann niemand beantworten … In dieser schweren Zeit bietet der christliche Glaube einen wertvollen Halt und Leben über den Tod hinaus.

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Professor Gerd Nagel in der Fenster zum Sonntag Sendung «Patientenkompetenz»