Wissenschaft: Wie funktioniert die Welt?

 

Was ist Angst – ist sie wirklich angebracht?

Was ist Wissenschaft? Dieses Thema ist Gegenstand der Radio-Sendung «Zoom: Die Angst, der Christen vor der Wissenschaft» (siehe Box rechts), der Hauptquelle dieses Artikels.

Wissenschaft an sich ist neutral

Und doch gibt es Menschen, die aufgrund ihres christlichen Glaubens die Wissenschaft grundsätzlich ablehnen. Wissenschaft ist eine Methode, eine Arbeitsweise, wie man an etwas herangeht. Und Wissenschaft an und für sich führt nicht automatisch zum Atheismus.

Obwohl Gott als Ursache in der Naturwissenschaft nicht vorkommt (zum Beispiel in der Erklärung von Flut und Ebbe kommt Gott nicht vor), ist dies deswegen keine Aussage, ob es Gott gebe oder nicht. Naturwissenschaft bezeichnet das, was der Mensch über die Natur denkt und beschreibt. Es ist also ein menschliches Produkt, erklärt Felix Ruther (Studienleiter VBG und Präsident vom Institut Insist – mit einem Doktortitel im Fach Chemie) im Gespräch mit den christlichen Radio Life Channel.

Spannungsfeld Angst – Faszination Wissenschaft

Heutzutage sei die Wissenschaftsgläubigkeit nicht mehr so gross wie auch schon. Zudem gebe es durchaus auch intellektuelle Argumente für den christlichen Glauben an Gott und nicht nur deren gefühlsmässige. Konrad Zehnder, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der schweizerischen geotechnischen Kommission der ETH Zürich (Dr. Titel im Bereich Geologie), ist aktiv in der Forschung tätig.

Er kennt keine Spannung zwischen Forschung und Glauben, weil er Gott in seiner Arbeit nicht ausklammern muss. Die Forschung verlange gewisse Methoden und diese hätten mit der Frage nichts zu tun, ob es Gott gibt, meint er. Aber seine Haltung in der Arbeit spiele für ihn eine Rolle, denn für ihn ist klar: Die Schöpfung ist gottgewollt.

Hinsehen:

Nachdenken

«Wie funktioniert die Welt?»

Der Glaube an Gott – ein konkurrenzfähiges System

Im Umfeld der Geisteswissenschaftler erlebte Jonas Bärtschi (Verantwortlicher der VBG Gruppen Region Zürich, Studium an der Uni Zürich der englischen Literatur und Geschichte) das Spannungsfeld in den Fragen: «Wie funktioniert die Welt?», «Gibt es Wahrheit?». Er ist überzeugt, dass der christliche Glaube ein konkurrenzfähiges System ist, um die Welt zu erklären. Die Existenz Gottes könne aber wissenschaftlich weder bewiesen noch widerlegt werden. Die Naturwissenschaft untersucht die Ursachenwirkungskette, welche Gott erschaffen hat. Gott ist kein Teil dieser Ursachenwirkungskette – er ist deren Schöpfer und steht somit darüber.

Forschung ohne Christen?

Der «Forschungszug» scheint in Europa ohne Christen unterwegs zu sein. Gerade darum wäre es wichtig, Christen für die Wissenschaft zu sensibilisieren und zu fördern. Es braucht Menschen, die kritisch analysieren können und realisieren, in welche Richtung die Gesellschaft sich zu bewegen tendiert. Heute wird oft nach Ethik verlangt. Auch darin müssten Christen vermehrt geschult werden, damit sie eine Interpretationshilfe sein könnten, indem sie Wissen kanalisierten, damit es verstanden wird. Und Fragen dürfen gestellt werden!

Denn wird dies unterbunden, gedeiht der Fundamentalismus – eine Angsthaltung, die fragen verbietet.

 

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Zoom: Die Angst der Christen vor der Wissenschaft

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott: So bringt Professor Thomas Schimmel vom Institut für Angewandte Physik an der Uni Karlsruhe das Spannungsverhältnis zwischen (Natur-) Wissenschaft und Glaube auf den Punkt.

So entspannt sehen das nicht alle Christen. Früher waren Christen an der Spitze der wissenschaftlichen Entwicklung, heute werden manche von ihnen als wissenschaftsfeindlich wahrgenommen.

Welches die Gründe dafür sind und wie der Ausweg aus dieser Sackgasse aussehen könnte, diskutieren in dieser Sendung zwei Naturwissenschaftler und ein Geisteswissenschaftler.

Radiosendung zum Thema Wissenschaft

Radio Life Channel: Radio mit Schwerpunkt christliche Werte

 

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