Perspektiven statt Suizid

Leben ist mehr

Perspektiven und Visionen ermutigen, geben Kraft und motivieren. Visionen entstehen durch Träume und Wünsche. Sie können nur umgesetzt werden, wenn erste Schritte konkret werden – dies auch, wenn noch viele Fragen offen sind und vorerst nur einfach ein Traum besteht.

Doch nicht alle Menschen haben Perspektiven oder eine Vision gefunden. Je nach Konstellation der Persönlichkeit, schwerwiegenden Kindheitserlebnissen oder harten Schicksalsschlägen kann das Leben «schwer» und «sinnlos» erscheinen und es entstehen Gedanken, dem Ganzen durch Suizid ein Ende zu bereiten. Diese Gefühle sind auf jeden Fall ernst zu nehmen und mit einer Fachperson zu beraten!

Selbsttötung, ein Menschenrecht?

Oftmals wird bei Gedanken rund um Suizid nur noch auf das scheinbare Ende der Probleme geschaut. Man will «allem» ein Ende setzen. In der Schweiz sind es jährlich zwischen 1300 und 1400 Menschen, die den Freitod wählen. «Selbsttötung ist ein Menschenrecht», schreibt der Beobachter in der ersten Ausgabe 2010. Auch das Bundesgericht anerkenne dies. In Bezug auf den freien Willen des Menschen gibt es sicher Gründe, die für diese Auslegung sprechen.

Suizid, Selbstmord: Ein Menschenrecht?

Für die zurückgebliebenen bleiben oft viele unbeantwortete Fragen nach einem Suizid.

Ist Suizid wirklich ein Freipass?

Ist nicht jeder Mensch Teil einer sozialen Gemeinschaft?

Nachdenken

Viel zu oft werden im Moment der Selbstmordgedanken nahestehende Verwandte und Bekannte vergessen.

Sie sind es, die letztendlich mit vielen unbeantworteten Fragen zurückbleiben und damit leben müssen – sie werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Punkt. Sie werden nie den Grund befriedigend erklärt bekommen, warum der beste Freund, Vater, Mutter, Sohn, Tante etc. den Freitod gewählt haben. Die Zurückbleibenden sind es, die am Ende mit viel unerklärbarem Leid konfrontiert werden.

Nachdenken

Was für den einen als Ende der Probleme erscheinen mag, wird für andere zu einer schweren Belastung.

Wer in einer tiefen Krise steckt, niedergeschlagen ist und keinen Ausweg mehr sieht, braucht zwingend professionelle externe Hilfe und Betreuung. Jeder noch so kleine Schritt aus der Krise heraus ist wichtig. Auch der höchste Berg der Welt wurde nur mit kleinen Schritten bezwungen. Aber bezwungen wurde er.


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Suizidversuch als Wendepunkt

Ursula Häberlings Leben ist geprägt von der Suche nach Annahme und Geborgenheit. Diese Sehnsucht treibt sie an; sie ist stets bemüht, sich ihre Träume zu erfüllen. So zieht sie z. B. während ihres Studiums eine Saison lang mit einem Zirkusunternehmen mit. Einige Zeit später wird sie ungewollt schwanger mit Zwillingen. Der Vater der Kinder verlässt sie. Dennoch freut sie sich auf die Kinder.

Als sie durch eine Frühgeburt eines der Kinder verliert, bricht für sie eine Welt zusammen. Nach weiteren Schicksalsschlägen folgt schliesslich der Tiefpunkt: Ursula Häberling unternimmt einen Suizid-Versuch.

Über den Weg aus der Krise berichtet Ursula Häberling im Porträt. Zur Radiosendung zum Thema Suizid.


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