Individuelle Begleitung und Prozessführung dank eines emphatischen Coaches

Gibt es fixe Rezepte, um ratsuchende Menschen zu begleiten? Hier würde man wohl – je nach Coach, Berater oder Ratsuchendem – ganz unterschiedliche Antworten erhalten.

Wer im Coaching tätig ist, weiss, Tools können helfen, Persönlichkeitsstrukturen aufzudecken. Und diese Erkenntnisse können weiterhelfen. Irvin David Yalom, US-amerikanischer Psychoanalytiker, Psychotherapeut, Psychiater und Schriftsteller, schreibt im Buch «Denn alles ist vergänglich», dass der individuelle Ansatz – sprich die Ausrichtung auf den Ratsuchenden und seine Fragen – der beste Weg sei. Das erfordert seitens des Coaches oder Beraters ein sehr gutes Zuhören, um entsprechende Interventionen anbringen zu können.

In seinem Buch beschreibt er 10 Menschen, die bei ihm Rat suchen und auf die er individuell eingeht. Nicht immer mit eindeutigem Erfolg. Beziehungsweise nicht mit dem Erfolg, den er sich wünschen würde. So, wie er es sich vorgestellt hätte. Oft hört er von den Ratsuchenden lange nichts mehr. Erst Jahre später sieht er manchmal die Frucht seiner Beratungen.

Spannungsfelder in der Beratung

Ohne Tools arbeiten, individuell auf Ratsuchende eingehen und vielleicht nie erfahren, ob sich etwas verändert hat? Investment ohne Return? Sich einer Veränderung auszusetzen, bedarf klarer Ziele und einer grossen Motivation. Die menschliche Trägheit kann früher oder später lähmen. Man gibt auf und hat das Gefühl, im Coaching oder in der Beratung doch nicht den erwünschten Erfolg erzielen zu können. Darum ist Vertrauen zwischen Berater und Ratsuchendem enorm wichtig. Obwohl Yalom ganz stark mit Beziehung arbeitet, kann er andere nicht immer erfassen. Er wählt kein Tool, sondern hört genau zu und übernimmt die Prozessverantwortung.

Individualität ist und bleibt ein Spannungsfeld.

Individualität lässt sich nicht einheitlich erfassen

Der Wunsch, auch die psychische Störungen mit möglichst einheitlicher Behandlung anzugehen, ist verständlich. Insbesondere, wenn es um Abrechnungen mit der Krankenkasse geht.

Doch unsere Psyche hat ihre eigenen Gesetze und kann nicht nach Schema X – wie vielleicht ein Knochenbruch – behandelt werden.

Die Gefahr, Menschen nach einem bestimmten Raster einzuordnen und zu schematisieren, ist gross. Eine Diagnose bloss um der Krankenkassen-Abrechnung Willen?

Coaching ist anders

Coaching wird insbesondere bei beruflichen Fragen eingesetzt. Wenn es darum geht, so genannte Soft- und Hardskills zu entdecken und zu fördern, können auf Coachingtools, wie zum Beispiel der GPI®-Persönlichkeitstest, zugegriffen werden. Ein Coach will den Coachee fördern. Es geht weniger um gesundheitliche Fragen, als vielmehr um das Management von Beruf und Lebensalltag. Coaching wird nicht von der Krankenkasse bezahlt, weil keine Diagnose vorliegt, bzw. keine gestellt wird. Trotz anderer Voraussetzungen muss auch ein Coach die Individualität berücksichtigen und sich individuell auf den Coachee ausrichten können.

Wie bei jeder Entwicklung, braucht es auch hier Bereitschaft, sich auf etwas oder einen Menschen einzulassen.

Das sich Öffnen des Ratsuchenden und das Zuhören des Coaches treiben diese Entwicklung voran.

Vom Du zum Wir. Im Team erreicht man mehr. Teams leben von Vielfalt und Individualität. Mehr Skills, mehr Erfolg.

Beispiel für ein Coach-Verzeichnis: Coaching-Trainer.ch

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