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(Jasmin Taher) Mein Mann ist Sozialarbeiter und Sozialpädagoge. Er arbeitet mit Menschen, die es in ihrem Leben nicht einfach haben. Oft – das merke ich, wenn er abends nach Hause kommt – strengt ihn diese Tätigkeit an. Und doch geht er am nächsten Morgen wieder zur Arbeit, um seinen Mitmenschen zu helfen. Und er tut dies mit Liebe. Er praktiziert Nächstenliebe. Ich bewundere ihn für seine Fähigkeiten. Wo ich in einem Verhalten sofort Böswilligkeit oder Unfähigkeit vermute, sieht er tiefere Gründe für ein Tun.

Der Mensch ist ein soziales Wesen,

… das Ziele hat und sie umsetzen will. Wir bewegen uns, innerlich und äusserlich. In Gruppen oder allein. Wir suchen uns Räume, Freunde und Arbeitsplätze, wo wir etwas bewirken können. Uns wohlfühlen. Bietet das Umfeld dafür nicht die nötigen Voraussetzungen, suchen wir uns ein neues oder passen uns für eine bestimmte Zeit an.

Wir leben oder wir werden gelebt

Zu leben bedeutet, wir können mitbestimmen. Ideen einbringen. Unsere Freizeit selbst gestalten. Aktiv sein und planen. Manche Menschen werden gelebt. Ausgenutzt. Lassen sich ausnutzen. Sie hatten vielleicht einen schlechteren Start ins Leben. Haben irgendwann mal den falschen Menschen vertraut oder ganz einfach andere Voraussetzungen vorgefunden. Jemand hatte ihnen gesagt, sie seien nichts wert. Und sie haben es geglaubt. Ihre eigenen negativen Folgerungen daraus gezogen.

Begleitung durch Sozialpädagogen

Wie und ob wir gestalten, liegt in unseren Händen. Mehr oder weniger. Gestaltung, eine Frage der Möglichkeiten und des Charakters. Stabile Persönlichkeiten gehen eher ein Risiko ein. Ängstliche finden immer Gründe, etwas nicht zu tun. All das sind Entscheidungen mit Folgen. Einmitten. So könnte man die Aufgabe eines Sozialpädagogen umschreiben. Menschen, die den «Rank» nicht mehr finden, überschuldet, arbeitslos oder entmutigt sind. Sie begleiten. Einführen in andere Verhaltensweisen. Zu Erfolgen führen, damit sie wieder an sich glauben können. Planen der Alltagsarbeiten, helfen, Verantwortung zu übernehmen.

Der gefüllte Rucksack

Andere Voraussetzungen, andere Entscheide, Gefühle, vieles mehr. Die eingeschlagenen Wege haben sich (noch) nicht ausbezahlt. Was mich nicht umbringt, macht mich stark. Auch hier können Sozialpädagogen ansetzen. Was wir in unseren Gedanken als Versagen bewerten, kann sich unter anderen Sichtweisen zu Kompetenz entwickeln.

Nachdenken

Kompetenzen machen Mut und ermöglichen den Schritt in die Zukunft.

Winston Churchill, der englische Premier, wurde erst nach seiner Pensionierung erfolgreich. Bis dahin hatte er ein Leben mit vielen Niederlagen hinter sich. Dieser Mann hatte grossen Einfluss auf die Beendung des zweiten Weltkriegs …

Das macht ein Sozialarbeiter

Kurz und bündig: Die Lebensqualität von Betroffenen optimieren. Eine grösstmögliche Eigenständigkeit und Partizipation der Betroffenen erreichen. Menschen entdecken und soziale Zusammenhänge erkennen. Reagieren. Agieren. Lust auf mehr Infos?