Über Männer, Geld und das andere

«Männer haben nur zwei Dinge im Kopf», so Jeanne Moreau, eine französische Schauspielerin, Filmregisseurin und Sängerin. Nämlich «Geld und das ‚andere’».

Ansehen und Reichtum

Der amerikanische Gitarrist und Songwriter Mark Farner zählte zu den grossen Rocklegenden des 20. Jahrhunderts. 12 Platin- und 15 Goldene Schallplatten gewann er zwischen 1969 und 1983 mit seiner Band Grand Funk Railroad (GFR). Gesamthaft wurden über 25 Millionen Schallplatten der Band verkauft. Mit dem Song «Loco-Motion» erreichte Farner mit GFR 1974 gar die Spitze der amerikanischen Charts (Quelle: Magazin Pack‘s). Zu ihm mehr später in diesem Artikel.

Für ihn ging ein Traum in Erfüllung, den viele Männer haben. Ansehen, Reichtum und seine Ziele erreichen.

Erfolg haben, Reichtum, sich durchsetzen können, das sind Werte, die oft an den sogenannten «John Wayne Mythos» erinnern.  John Wayne war ein amerikanischer Schauspieler, der vorwiegend in Western und Kriegsfilmen spielte. Wayne war als amerikanischer Patriot bekannt und pflegte auch privat die traditionellen Wertvorstellungen. Werte, die zum Teil sehr problematisch waren.

Die Kluft zwischen Image und Realität

«Die Kluft zwischen seinem Image und der Realität war enorm», sagt der Autor des Buches «Grosse amerikanische Heuchler», Glenn Greenwald. In diesem Buch zitierte er Wayne mit einer Bemerkung über Amerikas Ureinwohner: «Ich denke nicht, dass wir etwas falsch gemacht haben, als wir ihnen dieses grosse Land weggenommen haben. Da waren eine Menge neuer Menschen, die viel Land brauchten. Die Indianer waren egoistisch und wollten es behalten.» Im Film «Der schwarze Falke» spielte er einen fanatischen Indianerhasser. Schwarze waren für den stockkonservativen Star nicht gleichwertig: «Ich glaube so lange an die weisse Überlegenheit, bis die Schwarzen gebildet genug sind, Verantwortung zu übernehmen.» John Wayne war blind für Menschen die anders waren, anders lebten und in seinen eigenen Werteraster nicht hinein passten.

Thomas Carlyle (04.12.1795 – 05.02.1881), ein einflussreicher schottischer Essayist und Historiker brachte das Verhalten von Männern wie Wayne und seinen Nachahmern auf den Punkt: «Der schlimmste aller Fehler ist, sich keines solchen bewusst zu sein.» (Quelle: Wikipedia.org)

Das ‚andere‘: «Sind wir Frauen nur Sexobjekte für diese Jungen?»

In der Tagesanzeiger Ausgabe vom 21. Februar 2011 beschreiben zwei 19-jährige Frauen den Übergriff von einer Gruppe 16-Jähriger. Frauen zu belästigen gelte als mutig, berichtet der Tagesanzeiger in diesem Artikel. Das Fazit der betroffen Frauen: «Wenn man sich nicht wehrt, dann hat man sofort überall fremde (Anm. der Red.) Hände.»

Frauen als Sexobjekte. Wenn Männer Sex wollen, ist die Erwartung oder treffender, die Forderung gross, dass das weibliche Geschlecht alle Zeit bereit ist. Gefördert wird diese Haltung durch die Internetpornografie. Das Magazin des Tagesanzeigers greift diese Problematik im Artikel: «Meine neue Frau heisst Porno» auf und lässt Betroffene selbst zu Worte kommen. Zum Beispiel die 27-jährige Monika: «Männer haben Probleme, Porno-Realität und reale Realität auseinander zu halten». Das Fazit des Autors David Rothbart, der sich zu regelmässigem Pornografiekonsum bekennt, und diese nicht ‚verteufeln‘ will: «Ich beschloss irgendwann, mir eine Pause zu gönnen.» Mal über die eigene Beziehung zu Pornos nachzudenken, könne «die tatsächliche Beziehung verbessern.» (Quelle: Das Magazin, 7, 2011)

Selbstreflexion, der Spiegel, der das eigene Bild aus einer neuen Sicht darstellt

Mark Farner hatte enormen Erfolg – und verlor alles. Seine Familie, seine Band, seinen Ruhm und sein Gesicht. Seine Frau lief ihm mit den Kindern davon. Als Vater war er (zu) oft unterwegs, für seine Familie war diese Situation unhaltbar.

Nachdenken

Die Rocklegende war, wie viele andere Männer, an der Tatsache gescheitert, dass sich immaterielle Werte, wie Beziehungen und Liebe, nicht kaufen lassen und dass ein anwesender Vater wichtig ist.

Dem strahlenden Erfolg fehlte die ehrliche Interaktikon einer Beziehung, ein lächelndes Gesicht, Annahme ohne Leistung, und anderes. Beziehungen leben von Gemeinschaft, vom für einander da sein und Zeit haben. Es geht um den Menschen, nicht um dessen Leistung oder materiellen Reichtum.

Das Gesicht verlieren

Wer Erfolg hat oder haben will, wird zum Verkaufsobjekt, das ein bestimmtes Image erhalten muss. Dieses Image muss gepflegt und gefördert werden. Niemand verliert gerne sein Gesicht oder ein lukratives Image. Dabei wäre das in manchen Fällen sehr heilsam, nämlich, wenn es sich um eine Fassade handelt.

Mark Farner fing an zu beten – für sich und seine Frau. Am selben Tag, als der einst erfolgreiche Musiker sein Gesicht verlor, um sich auf neue, christlich geprägte Werte auszurichten, passierte 100 Meilen entfernt bei seiner Frau ähnliches. Zwei Tage später trafen sich zwei verwandelte Menschen und konnten sich wieder in die Augen schauen… Eine Geschichte mit Happy End, ja. Und es gibt genügend Beispiele, wo es kein glückliches Ende gegeben hat. Die Geschichte zeigt trotzdem, dass eine positive Veränderung möglich ist.

Angst hemmt und prägt – Mut und kleine Schritte verändern

Geld und Sex, zwei klischeebehaftete Themen mit starkem Einfluss auf das Leben. Die Realität beweist dies offensichtlich. Zeit zu ändern, was zu ändern ist und erste Schritte gehen. Zeit dem «Sexualobjekt» seine eigenständige Persönlichkeit zurückzugeben und in tragfähige Beziehungen zu investieren. Von «alle Zeit bereit» zu «alle Zeit geliebt und respektiert». Statt Klischees wie «Wein, Weib und Gesang» zu bestätigen, neu gemeinsam unterwegs sein, teilen und eins sein. Unzertrennbar – auch wenn man dabei ein neues Gesicht gewinnt…


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