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Dem Gebet mehr Beachtung geben

«Wie sollen wir beten?» Diese Frage ist uralt und doch brandaktuell. Schon die Freunde von Jesus fragten ihren Meister, wie sie zu Gott beten sollen. Entgegen der selbstverliebten Zur-Schau-Stellung der eigenen Frömmigkeit einiger jüdischer Gelehrten jener Zeit, pochte Jesus mit Nachdruck darauf, dass es beim Beten nicht auf die äussere, sondern auf die innere Haltung ankäme. Gott schaut dem Menschen direkt ins Herz, er will und braucht keine Show, wenn wir beten.

Gebet ist Gespräch mit Gott

Gebet ist Ausdruck einer intimen, ehrlichen und echten Beziehung mit dem Schöpfer des Universums. Immer wieder weisen die biblischen Texte mit aller Deutlichkeit darauf hin, dass sich Gott als unser Vater versteht – als ein liebevoller, starker und treuer Vater. Entsprechend sollten wir beten: voller Vertrauen, Hingabe und kindlicher Liebe. Wird Gebet zu einem zwanghaften Ritual, entleert es sich seines ursprünglichen Sinnes – die Beziehung steht nicht mehr im Zentrum, Gebet wird tot.

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Nachdenken

Rituale unterstützen die Beständigkeit

Das Gebet zu einem Ritual zu machen, ist aber dennoch nicht falsch – sofern die innere Haltung dabei stimmt. Ein Ritual kann eine Hilfestellung sein, das die Beständigkeit unterstützt. Ein Beispiel: Es gibt Ehepaare, die sich einen Abend pro Woche fix reservieren, den sie nur zu zweit verbringen und etwas unternehmen, was ihrer Beziehung guttut. So gesehen ist das Ritual beziehungsfördernd.

 

«Wir bedanken uns für jedes Gebet», erklärte der Vater des in der TV Show «Wetten dass?» verunglückten Samuel Koch in einem Interview. Beten ist ein bewusster Dialog mit Gott.