Wir Schweizer:innen sind es gewöhnt, dass Naturkatastrophen, Erdbeben und Hungerkatastrophen, ja auch schwere Krankheiten, nur die armen Länder betreffen. Auch wenn uns Corona inzwiscshen etwas anderes gelernt hat. Doch Entwicklungshilfe ist ein Muss und gehört auch zu der Schweizer Tradition humanitäre Hilfe zu geben. Ohne ansehen der Person. Ein Gedankenanstoss.
Die christlich orientierte Schweiz hilft bei Umweltkatastrophen schnell. Nothilfe ist Pflicht. Auch die Nächstenliebe ist eine Tugend oder eine schweizerische Tradition, auch wenn sie nicht auf Presse und Öffentlichkeit angewiesen ist. Man erahnt sie am ehesten in der Freiwilligenarbeit. In dieser Rubrik Artikel zu humanitärer Hilfe und Nächstenliebe.
Anju ist ein Mädchen aus Bangladesch. Eines Tages beginnen Flecken ihre Haut zu überziehen. Die Schulkrankenschwester vermutet, dass es sich um Lepra handeln könnte, was sich leider bestätigt. Anju ist fünfjährig. «Wenn ich gross bin, möchte ich andern helfen», sagt sie mit leuchtenden Augen. Wenn … Anderen helfen … Ich lade Sie ein, mit mir eine gedankliche Weltreise zwischen Krankheit und Glücklichsein zu wagen. Sind Sie dabei?
Wir werden älter. Unsere Lebenserwartung ist in den letzten Jahrzehnten laufend angestiegen. Ab der Lebensmitte steigen nicht nur die Gesundheitskosten, sondern auch das Bewusstsein, dass es von nun an eher abwärts geht. Mit Abwärts ist unsere Fitness, körperlich und geistig gemeint. Ist jetzt Nahrungsergänzung angesagt? Präventiv wirken, damit wir vital bleiben.
(Jasmin Taher) Mein Mann ist Sozialarbeiter und Sozialpädagoge. Er arbeitet mit Menschen, die es in ihrem Leben nicht einfach haben. Oft – das merke ich, wenn er abends nach Hause kommt – strengt ihn diese Tätigkeit an. Und doch geht er am nächsten Morgen wieder zur Arbeit, um seinen Mitmenschen zu helfen. Und er tut dies mit Liebe. Er praktiziert Nächstenliebe. Ich bewundere ihn für seine Fähigkeiten. Wo ich in einem Verhalten sofort Böswilligkeit oder Unfähigkeit vermute, sieht er tiefere Gründe für ein Tun.
Die Welt ist zu einem Dorf geworden
Jeder ist unser Nachbar, egal wie viele Kilometer, Weltmeere oder Gebirgsketten dazwischen liegen. Nahrungsmittel, Textilien, Energie und Elektronik kommen aus den entferntesten Ecken der Welt zu uns – tagtäglich und ganz selbstverständlich.
Zur Herstellung des Computers, auf dem diese Zeilen getippt werden, haben Menschen dutzender Nationen beigetragen. Die Jeans, die ich trage, besteht womöglich aus in Südostasien verarbeiteter afrikanischer Baumwolle. Und auch was schon früh morgens auf den Teller und in die Tasse gelangt, wuchs bis vor Kurzem auf drei, vier verschiedenen Kontinenten.
So weit so gut. Die Globalisierung ist ja nicht per se etwas Negatives.
Die Verlierer der Globalisierung
Das Problem liegt vielmehr darin, dass die Produzenten dieser Güter zu den Verlierern dieser globalen Konsumkette gemacht wurden. Sie sind ohne Rechte, mittellos, unterbezahlt und bedroht. Es ist nicht fair, dass eine kleine Minderheit über die Arbeitsbedingungen, Lebensverhältnisse und Sicherheit, kurz: das Schicksal einer grossen Mehrheit bestimmt.
Unser Konsumverhalten, unsere täglichen Entscheidungen im Einkaufsladen bedeuten für zahllose Menschen auf der anderen Seite des Erdballs eine prekäre Existenz, Armut und Gefahr. Je billiger wir einkaufen desto mehr Fabrikdächer stürzen ein, desto mehr Bäuche knurren in der Nacht und desto weniger Entwicklungschancen haben Entwicklungsländer. Das ist stark vereinfacht, plakativ und provokativ – und doch, grob betrachtet, die schlichte Wahrheit.
Nachdenken
Die Macht der Konsumenten
Tatsache ist, dass wir Konsumenten sehr mächtig sind. Mit unseren Entscheidungen beim Einkauf können wir einen Beitrag an den sozialen Frieden leisten. Wir können dazu beitragen, dass Kleinbauern und Produzenten in Entwicklungsländern existenzsichernde Löhne bezahlt kriegen und schrittweise in den globalen Markt integriert werden können.
Das Fair Trade-Gütesiegel bürgt für gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen. Nur so kann die eigenständige Entwicklung dieser Produzentinnen und Produzenten innerhalb von gleichberechtigten Strukturen gefördert werden. Zudem geben Fair Trade-Anbieter wie claro fair trade Acht auf eine umweltverträgliche Produktion, umfassende Gesundheitsförderung und auf das strikte Verbot von Kinderarbeit.

Fair Trade ist gelebte Gerechtigkeit
Entwicklungshilfe im Alltag
Der Faire Handel ist effektive Hilfe zur Selbsthilfe. Und er gibt uns allen die praktische Möglichkeit, tagtäglich einen Beitrag zur Reduzierung der Armut in Entwicklungs- und Schwellenländern zu leisten. Denn Fair Trade-Produkte, wie die von claro, stehen jenen der Konkurrenz heute in Nichts nach und bieten eine echte Alternative.
Fair Trade ist eine Lebenseinstellung. Es ist ein Statement für eine gerechtere Welt. Ein Akt der Nächstenliebe im globalen Dorf.
