Muskelkrämpfe? Osteoporose? Essen Sie genug Calcium und Magnesium?
Muskelkrämpfe sind keine Frage des Alters, Osteoporose im Normalfall schon. In Zeiten, in denen sich so vieles verändert — geopolitisch und bei vielen Menschen auch beruflich — vernachlässigen wir oft die wichtigste Veränderung in unserem Leben: die unseres Körpers und unserer Psyche. Damit das Aussen klappt, muss das Innere fit sein. Fehlende Bewegung und fehlende Timeouts führen dazu, dass die interne Versorgung leidet. Kommt dazu, dass wir im Stress gerne auf Kick-Nahrung setzen. Damit wir schnell wieder funktionieren und unsere Leistung erbringen können. Zumindest heute. Das Später ist ja erst später. Die gute Nachricht: Wir können sowohl unserem Körper wie auch unserer Psyche schon heute etwas Gutes tun. Beispielsweise mit genügend Calcium und Magnesium. Damit das Leben schon heute kein Krampf mehr ist.
Die Themen im Überblick:
Muskelkrämpfe sind sehr schmerzhaft. Mit Calzium und Magnesium können diese verhindert oder reduziert werden.
Calcium für …
«Calcium für starchi Chnoche und Zähnli»- diesen Satzfetzen eines Werbespots aus meiner Kindheit habe ich noch immer im Ohr. Da ging es zwar um Katzenfutter, aber Säuger ist Säuger. Diese Aussage lässt sich also 1:1 auf uns Menschen übertragen. Calcium ist wichtig für unsere körperliche Stabilität – für Knochen- und Zahngesundheit. Und noch viel mehr! Finden Sie hier wertvolle Infos und Tipps zu einer optimalen Mineralstoffversorgung.
Wie wichtig ist Calcium für unsere Ernährung?
Unser Körper ist ein komplexes System. Calcium ist ein Teil davon und in unserer Ernährung entscheidend wichtig! Circa 1 Kilogramm davon befindet sich in unserem Körper, hauptsächlich in den Knochen. Dort sorgt es für die nötige Festigkeit und hat zudem eine Reservoirfunktion.
Als sogenanntes Mengenelement brauchen wir 1000 mg Calcium pro Tag über unsere Nahrung.
Bei Heranwachsenden, Veganern, in der Schwangerschaft und Stillzeit wie auch in den Wechseljahren ist es sogar nochmals die Hälfte mehr. Der jeweilige Bedarf richtet sich nach dem Knochenstoffwechsel.
Bietet Ihre Ernährung genügend Calcium?
Calciumreiche Lebensmittel sind insbesondere Milchprodukte, Soja, bestimmte Gemüsesorten wie beispielsweise Kresse und Broccoli und calciumhaltiges Mineralwasser.
Überblick und Hilfe bietet eine Tabelle (PDF) mit den Mengenangaben verschiedener Lebensmittel auf osteoporosis.foundation
Leider ist trotz unserem vielfältigen Nahrungsangebot eine ausreichende Calciumversorgung nicht immer gewährleistet – dies zeigt das Resultat einer umfassenden Untersuchung aus Deutschland:
Über 60 Prozent der über 65-Jährigen leiden unter einem Calciummangel.
Problematik Alter
Das Leben hinterlässt Spuren. Darum brauchen wir genügend Calcium und andere Spurenelemente.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochendichte natürlicherweise ab. Kommt ein Calciummangel dazu, ist Osteoporose – im Volksmund Knochenschwund – vorprogrammiert. Mit der Gefahr von Knochenbrüchen, manchmal wie aus dem Nichts heraus.
Damit Calcium in unser Blut aufgenommen werden kann, benötigt der Körper Vitamin D3, welches unter dem Einfluss von UV-Strahlen in der Haut gebildet wird. Auch in Sachen Vitamin D3 herrscht bei vielen Menschen in unseren Breitengraden ein Mangel.
Entzündliche Darmkrankheiten oder Magensäureblocker verschlechtern die Aufnahme von Mineralien.
Zucker – und dazu gehören auch Softdrinks – den wir so gerne als Energiekick nutzen, putscht uns zwar ganz schön auf, je nach dem kann er unsere Nerven auch beruhigen, doch er bewirkt, dass über die Nieren vermehrt Calcium ausgeschieden wird. Vorübergehend ist das kein Problem, wenn jedoch der Nachschub über die Nahrung oder die Resorption im Darm nicht mithalten können, kann die Bilanz mit der Zeit ungünstig werden. Zudem kann es zu einem sogenannten Verdrängungseffekt kommen: Wer viel Zucker/Softdrinks zu sich nimmt, isst oft weniger calciumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte etc.
Im Alter brauchen wir genügend Calcium und andere Spurenelemente.
Magnesium bei Muskelkrämpfen und Migräne
Magnesium ist ein ebenso lebenswichtiges Mineral. Nicht nur Sportler:innen wissen, was bei Muskelkrämpfen zu tun ist, doch auch Migräne kann ein Zeichen eines Magnesiummangels sein. Beim Abbau von Alkohol spielt Magnesium eine ebenfalls grosse Rolle. Diuretika (Medikamente zum Ausschwemmen) und Abführmittel führen zu Magnesiumverlusten über Nieren und Darm.
Koffein kann die Aufnahme von Magnesium hemmen und die Ausscheidung von Calcium erhöhen, deshalb haben Kaffeetrinker & Co. einen erhöhten Bedarf dieser beiden Mineralstoffe.
Calcium und Magnesium als Team
Lange galt die Vermutung, dass diese beiden Mineralien sich bei der Aufnahme in den Körper gegenseitig behindern.
Doch es gibt Stoffwechselprozesse, die das Vorhandensein beider Stoffe erfordern.
Zudem enthalten viele Lebensmittel beide Mineralstoffe – und das kommt bestimmt nicht von ungefähr. Eine ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, den Körper optimal mit Calcium und Magnesium zu versorgen. Kommen jedoch gewissen Faktoren, wie bereits erwähnt, dazu, kann eine hochwertige Nahrungsergänzung durchaus sinnvoll sein. (siehe dazu auch css.ch)
Aktivieren und entspannen -- und mehr Leben wird spürbar
Calcium und Magnesium werden über verschiedene Transportmechanismen in den Körper aufgenommen. Calcium aktiviert die Muskelzellen, während Magnesium einen entspannenden Effekt aufweist. Es ist wichtig, diese beiden Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zu uns zu nehmen. Unser Körper und unsere Psyche haben grundlegende Bedürfnisse, damit sie funktionieren können. Was wir vernachlässigen, verlieren wir. Was wir aktivieren, hilft uns.
Aktiveren und entspannen gilt nicht nur für die beschriebenen Mineralien, sondern auch ganz praktisch. Weil wir durch diese Balance präsenter sind und das Leben erlebbarer wird.
Calcium und Vitamin K2: Team gewinnt
Kennen Sie die Rolle von Vitamin K2 für die Knochengesundheit? Vitamin K ist hauptsächlich als Schlüsselfaktor für die Blutgerinnung bekannt. Doch nicht nur! Es ist auch verantwortlich dafür, dass Calcium in die Knochen und Zähne gelangt, anstatt sich in den Blutgefässen abzulagern, was zu Arteriosklerose und Venenproblemen führen kann.
Wird K2 regelmässig eingenommen, kann es helfen, sogar bestehende Gefässablagerungen wieder abzubauen, Osteoporose vorzubeugen und in gewissen Situationen sogar wieder Knochenmasse aufzubauen.
Es geht ums Testen
Oft denken wir «Ich habe keine Zeit, mich auch noch dem zu widmen.» Unserer Arbeitsalltag lässt nun mal wenig Pausen zu. Und so lassen wir die gefühlt «unwichtigen Dinge» bleiben. «Es geht mir ja einigermassen gut.»
Das eine tun und das andere testen, kann helfen, präventiv aktiv zu sein.
Es geht nicht um die Menge. Sondern um das freiwillige Erleben und Spüren. Im Grunde genommen, können wir so nur gewinnen.
© 9.5.2026 Andreas und Tabea Räber
Autorin
Tabea Räber ist Mitglied des Autorenteams auf Christliche-Lebensberatung.ch und anderen Online-Plattformen. Sie hat jahrelang als Hebamme und in der Seniorenpflege gearbeitet.













