Hatten Sie auch schon das Gefühl, dass andere mehr über Ihr Leben bestimmen, als Ihnen vielleicht lieb ist? Oder fühlten Sie sich manchmal unwohl oder gar schuldig, wenn Sie einmal Nein sagen und andere enttäuschen mussten? Mir ging es in der Vergangenheit oft so. Ich wollte niemanden verletzen und keinem auf die Füsse treten. Vielleicht kennen Sie das auch?

Seit der Geburt leben wir Menschen in unserem Körper. Das klingt erstmal banal. Aber es bedeutet, dass unser Selbstbild fast gänzlich von Rückmeldungen von aussen abhängt. Bin ich laut oder leise? Bin ich schnell aufgebracht oder habe ich Mühe, meine eigenen Bedürfnisse zu äussern? Bin ich eher spontan oder gewissenhaft? Mag ich die Gesellschaft oder bin ich lieber alleine? Diese einzelnen Informationen ergeben ein Puzzle, das im Laufe des Lebens zu einem Selbstbild zusammengesetzt werden. Dabei spielen die ersten Bezugspersonen eine wichtige Rolle. Denn viele dieser Informationen stammen aus der frühesten Kindheit und werden als innere Glaubenssätze abgespeichert.

Mit Anfang 50 wird die Arbeitsstelle verloren. Nach einer Schwangerschaft entwickelt sich eine postnatale Depression. Eine jahrelange Beziehung endet im Streit. Durch solche Schicksalsschläge kann das Selbstwertgefühl nachhaltig Schaden nehmen. Manche verlieren es ganz. Wie kann man das Vertrauen in sich selbst wiedererlangen?

Inkassounternehmen bekommen regelmässig die verschiedensten Gründe zu hören, die Schuldner für ihre Verschuldung verantwortlich machen.
Im Kern des Ganzen ist es meist jedoch immer derselbe einzige Grund: Der Kaufwunsch, etwas jetzt besitzen zu wollen, bzw. das Gefühl, es zu brauchen, ist stärker als die Vernunft.

In diesem Artikel werden die Faktoren beleuchtet, deren Zusammenspiel bei den meisten Menschen für die Verschuldung verantwortlich ist und Wege aufgezeigt, wie man aus der Schuldenfalle wieder herauskommt.

Stellen Sie sich vor, Ihre kleine Tochter, neun Jahre alt, kerngesund, quietschfidel sagt zu Ihnen «Ich bekomme keine Luft.», läuft blau an, kippt unvermittelt um. Herz- und Atemstillstand. Der Notarzt ist sofort da, ruft einen Rettungshelikopter, die Kleine kommt in eine Kinderklinik, liegt im Koma, wird an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Es gibt kaum Hoffnung, dass ihr Gehirn den Vorfall schadlos übersteht. Das sind so diese unfassbaren Momente, in der wir uns Fragen «Warum lässt Gott das zu? Gibt es überhaupt einen Gott und wenn ja, warum verhindert er Schicksalsschläge nicht?»