Der Garten hätte uns vieles zu sagen. Denn Leben gestalten ist Wachstum und Risiko zugleich.
Wie wohl keine andere Generation zuvor, sehnen wir uns heute danach, das eigene Potenzial voll ausschöpfen zu können. Wir verstehen darunter nicht einfach nur gutes Geld und einen sicheren Job, sondern die maximale Verwirklichung des bestmöglichen Ichs. Anders gesagt: Wir versuchen mit allen Mitteln, ein erfülltes, glückliches und erfolgreiches Leben zu führen – was auch immer das dann im konkreten Fall bedeutet. Und gerade hierin liegt die Schwierigkeit: Erfolg bedeutet jedem etwas anderes. Ein wichtiger Ansatz für die eigene Wahrnehmung ist Selbstcoaching.
Familie: Nirgendwo werden wir in unseren ersten Lebensjahren so geprägt, wie hier. In der Familie lernen wir streiten, teilen, uns gemeinsam freuen – wir lernen diskutieren und vieles mehr. Doch manchmal stehen wir an. Ob dann eine Familienberatung angesagt ist?
Wenn die Angst den Körper übernimmt …
Panikanfälle, Panikattacken, Angstzustände: Solche Begriffe sind in aller Munde, und dennoch wissen viele nicht recht, was damit gemeint ist. Zeit also für genaueres Hinschauen.
Die Psychologie versteht unter einer Panikattacke das (über Minuten) anhaltende Auftreten einer körperlichen und psychischen Alarmreaktion – ohne einen objektiv festzumachenden Auslöser. Für das plötzlich einsetzende Herzrasen, Zittern, Hyperventilieren, für die Schweissausbrüche und die Muskelkrämpfe (um nur einige der vielen Symptome aufzulisten) sind also keine unmittelbaren Gründe vorhanden. Sie kommt aus heiterem Himmel. Und bedeutet für die Betroffenen die Hölle auf Erden.
Ohnmacht und Todesangst
Menschen, die unter Panikattacken leiden, erleben das überwältigende Gefühl der Ohnmacht: Sie sind sich in diesem Moment sicher, verrückt zu werden oder gar zu sterben. Die Umwelt wird als völlig fremd wahrgenommen, die eigene Person ebenso: Das Neben-sich-Stehen ist die typische Selbstwahrnehmung während einer Panikattacke. Es wird also klar: Panik ist nicht zu verwechseln mit Prüfungsstress oder punktueller überforderung. Panikattacken werden als lebensgefährlich empfunden und den Menschen, die darunter leiden, muss dringendst geholfen werden.
Nachdenken
Den inneren Dialog mit der Angst aufnehmen
Für Betroffene gilt also: Hilfe suchen! Denn diese gibt es. Die stufenweise Desensibilisierung ist machbar: Leidende können lernen, in einen inneren Dialog mit der eigenen Angst zu treten, ihr gegenüberzutreten, sie zu konfrontieren. Es ist ein langer Weg, aber er ist gangbar. Mit der Hilfe von psychologischer Beratung von Profis wird es gelingen, die zwanghaften ängste Schritt für Schritt zu überwinden, gemiedene Räume zu begehen und dem Schwitzen, dem Herzrasen, den Todesängsten den Kampf anzusagen!
Der Angst nicht mehr ausgeliefert
Panik wird durch eine gedankliche Fehlinterpretation körperlicher Wahrnehmung ausgelöst – und diese Fehlinterpretation muss überführt werden. In Gesprächen, Therapien und so früh wie möglich. Es gilt, keine Zeit zu verlieren, denn je früher eine Behandlung beginnen kann, desto schneller und erfolgreicher wird sie verlaufen. Grundsätzlich gilt: Wird die Panikstörung behandelt, ist die Prognose gut. Die grosse Mehrheit wird davon geheilt.
Autor: Andreas Räber, Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch
Dem Leben mehr Tiefe geben
«Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung» lautet ein alter Film- und Musiktitel. Unvergesslich bleibt diese tragende Melodie vom Orchester James Last. Sie vermittelt eine heile Welt. Doch ist diese Welt wirklich heilig und ist sie am Morgen noch in Ordnung? Wie sieht sie überhaupt aus, unsere Welt?
Wir alle sind «Brillenträger»
Brillenträger, auch wenn wir keine Brille tragen? Wir haben eine interne Brille oder anders gesagt, eine unbewusste Liste von Werten, die wir uns seit unserer Kindheit antrainiert haben oder die uns von unserem näheren sozialen Umfeld antrainiert wurde. Beispiel: Was ist Reichtum? Diese Frage scheidet die Geister, wie es so schön heisst.
Reichtum ist ein Thema, bei dem uns unsere Werte aus der Kindheit beeinflussen. Für die einen bedeutet dieses Wort, viel Geld zu besitzen. Für die anderen ist es der nahegelegene stille Wald und für wieder andere, von vielen Menschen umgeben zu sein. Unsere inneren Werte sind unsere Brille. Durch sie bewerten wir, ob morgens um 7 die Welt wirklich noch in Ordnung ist und wie wir unsere persönliche Welt erleben.
Bewertungen und ihre Gefahren
Werte haben Folgen. Bewertungen sind in. Insbesondere in der Onlinewelt muss alles bewertet werden. Das Hotel, Beiträge zu aktuellen Themen wie die Fussball WM etc. Wer diese Bewertungen liest, stellt oft fest, dass diese unglaublich hart formuliert und stark von der persönlichen Meinung geprägt sind. Zudem sind viele Bewertungen bezahlt und somit offensichtliche Lügen (siehe Artikel «Bewertungen im Internet – Das Netz der Lügner» Süddeutsche Zeitung, 11.6.2014 )
Alle wissen, was «wirklich richtig» ist. Bewertungen lösen Streit aus, ihre Frucht sind klare Vorstellungen, wie «man etwas machen sollte». Oft tragen nur wir diese Vorstellung in uns und kommunizieren sie unseren Mitmenschen nicht. Als Folge entsteht Frust und Streit. Falsche Bewertungen haben schon manchen Menschen das Leben gekostet. Unschuldig verurteilt, weil sie nicht ins Raster der Gesellschaft gepasst haben und man ja weiss, wie diese «Verbrecher» aussehen und wie sie sind.
Das Paradebeispiel Jesus Christus
Erwartet wurde er von den Juden als König. Unter diesem Wort stellen wir Menschen uns etwas ganz konkretes vor. Mit Prunk, Palast und Gefolgschaft, um nur einige Attribute zu nennen. Und genau dieser «König» kommt als normales Baby zur Welt, arbeitet als Zimmermann und wird Rabbi. Seine Gefolgschaft: 12 Männer, normale Arbeiter wie du und ich. Damit widerspricht er allen Vorstellungen, wie ein König, zumindest in unseren Vorstellungen, sein muss. Die Folge: Dieser Christus-König musste beseitigt werden. Ihn ins Raster der eigenen Vorstellung zu zwängen war wichtiger als die Chance, die sein Leben und seine Botschaft für die ganze Menschheit bot.

Sichweisen werden dem beurteilten Menschen oft gar nicht gerecht
Entdecke deine Mitmenschen
Jemandem ohne Vorurteile, ohne interne Beurteilung zu begegnen, bedeutet, einer Beziehung eine echte Chance zu geben. Statt auf das Äussere zu schauen und unsere erprobten Werte als alleinige Wahrheit zu sehen, sich bewusst überraschen lassen. Statt das Gegenüber von meinen Ideen und Werten zu überzeugen, ihm oder ihr den Freiraum lassen, selbst zu entscheiden. Zusammengefasst: Mitmenschen als einzigartige Persönlichkeit respektieren. Neue Sichtweisen und die Tiefe des Lebens entdecken. Gemeinsam unterwegs sein und doch einzigartig bleiben. Das ist motivierend.
Nachdenken
Und wenn doch …
Das klingt alles schön und recht. Es gibt Dinge im Leben, die können schlichtweg negativ erlebt werden. Wenn man einen geliebten Menschen verliert, wenn eine Beziehung zerbricht, wenn man bei einer wichtigen Prüfung durchfällt etc. Das ist das Leben. Darüber sind wir uns oft zu wenig bewusst. Leben heisst ausgestellt und verletzlich sein. Auf der dauernden Suche nach Sicherheit und nach Antworten.
Leben ist dynamisch
Wir sind es auch. Oft leisten wir selbst einen grossen Beitrag zu dieser Dynamik. In alldem haben wir eine Zusage, die zumindest mal entlastet: «Ich bin bei euch, alle Tage. Bis an der Welt Ende.» Das sagt der, der sich Alpha und Omega (Anfang und Ende) nennt: Jesus Christus. Sein Leben war definitiv nicht «heile Welt«. Im Gegenteil. Doch er hatte ein Ziel. Nachzulesen in Offenbarung Kapitel 21, Verse 3 bis 6:
Und ich hörte eine grosse Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron sass, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
Das ist eine Perspektive, die neue Sichtweisen zulässt und dem Leben eine unglaubliche Tiefe gibt.
Autor: Andreas Räber, Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch
