Familienberatung wagen?!

Familie: Nirgendwo werden wir in unseren ersten Lebensjahren so geprägt, wie hier. In der Familie lernen wir streiten, teilen, uns gemeinsam freuen – wir lernen diskutieren und vieles mehr. Doch manchmal stehen wir an. Ob dann eine Familienberatung angesagt ist?

Die Themen im Überblick:

Spannungen in der Familie. Gründe dafür kann es viele geben.

Manchmal stehen wir an. Zeit für eine Familienberatung?

Schritte wagen im Sinn der Gemeinschaft

Familie ist der Ort, an dem wir vieles lernen. Streiten, Versöhnen, Teilen, Mut machen, Rücksicht nehmen, Freude zeigen, Frust mittragen und vieles andere. Da kann eine geballte Ladung an Spannungen zusammenkommen. Spannungen, die im Zusammenleben zu Hause oder auch extern, zum Beispiel in der Schule oder am Arbeitsplatz, entstehen.

Während wir uns auswärts in der Regel mehr zusammenreissen, gelingt uns das daheim weniger. Das interne Gewitter ist vorprogrammiert und damit entsteht auch viel Beziehungsfrust.

Die Rollen von Auslöser und Opfer werden schneller zugeordnet, als uns das oft bewusst ist.

Familie: Heimat ,Förderung und Herausforderung zugleich.

Familie: Heimat ,Förderung und Herausforderung zugleich.

Eltern und Kinder mittendrin …

Die grosse Gefahr an dem beschriebenen Szenario ist doch die, dass wir Menschen uns schnell an vieles gewöhnen. Ob gut oder schlecht, wir passen uns, ob wir wollen oder nicht, unbewusst an. Wenn die Rollen definiert sind, ist es klar, wer für das Unheil zuständig ist, wer die Küche nicht sauber aufgeräumt hat, das WC nicht gespült hat etc.

Einmal zugeschriebene Rollen wieder loszuwerden, kann schwierig sein.

Das sieht man jeweils bei Teenagern. Sie wollen sich ablösen und wissen noch nicht, in welche Richtung. Und die Eltern sehen in ihnen immer noch die kleinen Kinder, die sie jahrelang begleitet hatten. Verschiedene Bedürfnisse, verschiedene Sichtweisen.

Das Leben geht weiter. Nur darf das durchaus auf eine positive Art und Weise geschehen.

… die Familienberatung nicht

«Ich kenne mein Kind!» dieses Gefühl bedeutet Chance und Gefahr. Denn sie birgt in sich auch schon das Wissen, was das Kind «wirklich» braucht.

Damit legen wir Eltern vielleicht bereits die Entwicklungsrichtung vor und vergessen dabei, dass die Kids nicht so werden müssen, wie wir uns dies vorstellen.

Dass sie andere Werte haben dürfen. Weil sie einzigartig sind. Genauer hinsehen ist angesagt. Das macht zum Beispiel eine externe Familienberatung. Diese hilft weiter in verschiedenen Fragen zur Entwicklung des Kindes. Wenn man sich als Eltern überfordert fühlt. Bei Fragen zu bestimmten Themen. Bei Schwierigkeiten, die es unbedingt zu lösen gilt.

Es ist keine Schande

…wenn man Fragen hat und nicht alles sofort auf die Reihe kriegt. Den meisten Eltern geht es ähnlich.

Es ist definitiv schlecht, wenn man Schwierigkeiten nicht angeht, sie verdrängt, sie bewusst gering schätzt und nichts gegen falsche Rollen und zermürbende Rollenspiele unternimmt!

© christliche-lebensberatung.ch, überarbeitet am 25.2.2026/Andreas Räber

Redaktionelle Leitung und Autor von christliche-lebensberatung.ch

Andreas Räber ist Enneagramm-Coach, Trainer und GPI®-Coach, sowie Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikeln und Kurzgeschichten aus den Bereichen Beruf, Beziehung, Gesundheit und Leben. Er ist Inhaber der Ratgeber und Webplattformen coaching-persoenlichkeitsentwicklung.chchristliche-werte.chberufliche-neuorientierung.chausbildung-tipps.ch.

Andreas Räber, Enneagramm-Coach/Trainer, GPI®-Coach - christliches Coaching

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