Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind,

sondern mit der Vorweihnachtszeit auch eine Flut an Spendenbriefen. Der Briefkasten ist übervoll und man wird den Eindruck nicht los, dass jedes Jahr mehr Spendenorganisationen um einen Beitrag für wohltätige Zwecke bitten. Spenden ist sinnvoll und hilft in den meisten Fällen, bedürftigen Menschen in Not das Leben zu erleichtern. Doch auch Spenden will gelernt sein. Sinnvoll Spenden macht doppelt glücklich, den Gebenden und den Empfangenden.

Spenden lernen

Spenden lernen ist ein Teilaspekt im Umgangs mit Geld. Wer spendet, sieht nicht nur den eigenen Wohlstand, sondern auch die Not und die Notwendigkeit, Solidarität zu leben. «Dene wos guet geit, giengs besser, giengs dene besser, wos weniger guet geit» ist ein Song des bekannten Berner Liedermachers Mani Matter. Er beschreibt darin, dass es denen besser ginge, denen es gut geht, wenn es denen besser ginge, denen es nicht so gut geht.

Seine Lösung wäre, dass die besser Situierten den weniger gut Gestellten etwas abgeben müssten, was aber letztendlich nicht geht, weil niemand auf Wohlstand verzichten möchte. Mani Matter spricht die soziale Verantwortung und das menschliche Ego an.

Nachdenken

Ohne die Bereitschaft, anderen zu liebe zu verzichten, wird es beim sozialen Ungleichgewicht bleiben.

Die Kluft zwischen Arm und Reich läuft Gefahr, immer mehr anzusteigen.

Konzentration auf ausgewählte Spendenorganisationen

Sinnvoll Spenden ist für die ganze Gesellschaft gut. Doch auch hier gilt es, Schwerpunkte zu setzen. Lieber wenige Spendenwerke unterstützen, diese dafür regelmässig. Damit schafft man eine gewisse finanzielle Sicherheit für Nonprofit Organisationen.

Sich auf ausgewählte Spendenwerke zu konzentrieren, heisst, anderen absagen zu müssen. Das mag auf den ersten Blick hart sein. Doch mit der Absage werden auch Kosten für Druckmaterial und Versand gesenkt. Sich weg von der Masse auf die Klasse bewegen, steigert die Qualität und senkt die Kosten.

Spenden ist eine bewusste Lebenseinstellung

Geben und Nehmen gehören zusammen. Geben kann nur, wer zuvor genommen hat. Und erst wer lernt zu geben, kann das Nehmen voll geniessen. Geben ist der Kraftstoff für den Motor der sozialen Gesellschaft.

Nachdenken

Ohne Kraftstoff läuft kein Motor. Wer gibt, nimmt seine soziale Verantwortung wahr.

Wie viel man gibt, hängt klar von den vorhandenen Möglichkeiten ab. Wer am Existenzminimum leben muss, kann sich nicht finanziell beteiligen, aber vielleicht in Form einer regelmässigen Mithilfe. Spenden hat nicht nur mit Geld, sondern auch mit Zeit und Liebe zu tun.


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Was ist eine Predigt eigentlich? Ein Refereat von einem Theologen? Eine Überzeugung eines Menschen, die im konkreten Handeln zum Ausdruck kommt? Welche Ziele hat sie? Das Thema «Predigt» hier im Fokus.

Mangelware Toleranz

Fundamentalismus ist ein Begriff, der immer wieder im negativen Zusammenhang verwendet wird. Fundamentalisten „sind konservativ, unflexibel und setzen ihre Meinung wenn nötig mit Gewalt durch“ – so das Image radikal lebender Ideologen. Durch dieses negativ geprägte Image rückt der eigentliche Vorteil, auf einem soliden Untergrund, auf einem lebensfördernden und -bejahenden Fundament zu stehen, in den Hintergrund. Doch Fundamentalismus, der andere Menschen von vornherein verurteilt und Gewalt befürwortet, ist fehl am Platz.

Was ist Fundamentalismus?
Im weitesten Sinne wird Fundamentalismus als eine religiöse oder weltanschauliche Bewegung bezeichnet, die eine Rückbesinnung auf die Wurzeln einer bestimmten Religion oder Ideologie fordert, welche notfalls mit radikalen und teilweise intoleranten Mitteln durchgesetzt werden soll.

Enge Grenzen, wenig Freiraum

Der Fundamentalismus vertritt eine sehr enge Auslegung der Bibel, dass andersdenkenden Christen ihr Christsein abgesprochen wird.

 


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Ist Toleranz etwas Schlimmes? Wie christlich ist die christliche Toleranz wirklich? Das Christentum ist die Religion, die den Anspruch vertritt, den einzigen Weg zu Gott zu kennen. Dieser zum Teil unbeliebte Anspruch löst immer wieder Spannungen und auch Frust gegenüber dem christlichen Glauben aus.

«Wir bedanken uns für jedes Gebet», erklärte der Vater des in der TV Show «Wetten dass?» verunglückten Samuel Koch in einem Interview. Beten ist ein bewusster Dialog mit Gott.