Weltuntergang, oder etwa doch nicht?

«Ich würde noch heute einen Apfelbaum pflanzen, wenn morgen die Welt untergehen würde» trotzte schon damals der Reformator Martin Luther den Gerüchten von einem Weltuntergang.

In der Geschichte gab es immer wieder Zeiten, in denen Menschen Angst vor einem Weltuntergang hatten. Dies wohl eher in wirtschaftlich schwierigeren als in guten Zeiten. Und wie viele Weltuntergangsszenarien sind schon prophezeit worden und noch keines ist eingetroffen. Die Welt dreht sich immer noch.

Auch Christen sprechen vom Weltuntergang. Meist bringen sie die Offenbarung, das letzte Buch der Bibel, mit ins Spiel. Ein Buch, dessen Aussagen in verschiedene Richtungen interpretiert werden können.

Scheinbar steckt es im Menschen, wissen zu wollen, was die Zukunft bringt und was mit uns geschieht. Aber wir werden es nie genau wissen, auch wenn die Offenbarung uns einiges mitteilt.

Die Sprache der Offenbarung verstehen

Martin Forster, Dozent beim Theologischen Seminar Bienenberg in Liestal, mit Spezialgebiet  «Neues Testament», spricht in der Radiosendung «Zoom: Was tun mit der Offenbarung» über dieses Buch und dessen Aussagen. Er verstand früher die Offenbarung auch nicht und war davon auch nicht sonderlich angesprochen.

Heute weiss er, dass die Offenbarung uns eine sichere, feste Hoffnung gibt, dass die Welt nicht einfach untergeht sondern Gott diese erneuern wird.

Die Offenbarung ist in einer Sprache geschrieben, die viele Deutungen offen lässt, die die Zukunft betrifft. Vieles wird in Bildern beschrieben, die oft mehrdeutig verstanden werden können. «Man müsse die Offenbarung auch im historischen Zusammenhang von damals sehen.»

Die Bibel hört nicht mit einem Weltuntergang auf, sondern mit einem Abschluss und einem Neuanfang. Ob die jetzige Welt dann «wiederhergestellt» werde oder ob es eine ganz neue Welt gebe, das scheint, gemäss Martin Forster nicht ganz klar zu sein.

Wieso schwer verständlich? Offenbaren bedeutet doch etwas aufdecken?

Offenbarung heisst im griechischen eigentlich «Apokalypsis» und meint damit eine Gattung von Texten mit einer bildhaften Sprache, die es dazumal häufig gab. In unserem Sprachgebrauch wird das Wort anders angewendet. Gott will uns mit der Offenbarung wohl informieren, aber nicht einen detaillierten Zeitplan abgeben. Man liest, dass keiner den genauen Zeitpunkt wissen soll, wann die Welt erneuert wird. Die Offenbarung gibt uns kein berechenbares Datum. Unsere Neugier wird deshalb nie völlig befriedigt werden.

Wie die Offenbarung richtig verstehen?

Martin Forster versteht die Offenbarung nicht wie ein «Fotoalbum», also nicht wie ein genaues Abbild sondern eher wie ein «Bilderbuch», das einem einen gewissen Interpretationsspielraum lässt. Aber natürlich könne man nicht willkürlich alles Mögliche hineininterpretieren, erklärt er.

Die Offenbarung soll eine Orientierung für das Leben der Christen sein. Sie sollen an ihrem Glauben festhalten – was auch immer auf sie zukommt. Aber nicht mit dem Gedanken, mit ihrem Verhalten am Weltenlauf etwas aufhalten oder heraus zögern zu wollen.


Die Offenbarung, ein Schlüssel

Die Offenbarung ist wie ein Schlüssel für ein Leben nach dem Tod

Um die Offenbarung zu verstehen, braucht es den richtigen «Schlüssel».

Kommentar

Lässt uns Gott im Ungwissen, wenn er uns nicht alles sagt? Oder hat es einfach damit zu tun, dass wir nicht alles erfassen können? Dass es zu viel für unser Gemüt wäre? Das ist bei Kindern ja ähnlich. Sie sollen altersgerecht gefördert und gefordert werden. Sie können und müssen noch nicht alles wissen.

Die Offenbarung hat sowohl ermutigende wie spannungsgeladene Aussagen. Ganz am Schluss, am Ende des Buches, stehen Aussagen, die berechtigterweise über den Tod hinaus hoffen lassen.

Dazwischen liegt ein Weg wie wir ihn hier auf Erden schon selbst erleben. Hochs und Tiefs – abwechselnd, gleichzeitig, herausfordernd. Ausdauer ist angesagt.

Der Schlüssel zum Durchhalten liegt in dem, der der Schlüssel selbst ist. Für die Türe zwischen dem Diesseits und dem Jenseits: Jesus Christus.

Eine verschlossene Tür öffnet sich in der Regel nicht von selbst. Dazu muss man den Schlüssel nehmen, ihn beanspruchen. Das gilt auch hier.

Jesus Christus ist der Schlüssel, um in den in der Bibel beschriebenen Himmel zu kommen. Er ist wie eine Einladung, die angenommmen werden darf.

Andreas Räber

Christliche-Lebensberatung.ch, GPI®-Coach


Haben Sie Fragen zu persönlichen Herausforderungen? Suchen Sie Lebensberatung oder ein Coaching? Weiterführende Adressen finden Sie in unserem Berater Verzeichnis.


Was, wenn der Glaube alles andere als frei zu machen scheint? Wenn einen schwer belastet, was doch Lebenshilfe bedeuten sollte? Wenn die Frage im Raum steht, was da wohl falsch läuft?

Sommerzeit, Ferienzeit. Unter dem umfangreichen Ferienangebot findet sich auch der Bereich «Christliche Ferien». Was ist darunter zu verstehen? Vorteile und Herausforderungen dieser Ferienform.

Durch die Bibel Zuversicht gewinnen, die über erlebtes Leid hinauswächst. Interessant an der amerikanischen Countryikone fand Gabriel, dass «in seinem Studio immer eine Bibel lag, von ihm und seiner Frau June von vorn bis hinten durchgearbeitet, viele Textzeilen mit Kugelschreiber unterstrichen.»

Nothilfe: Working together to win

Immer wieder liest oder hört man in Medien  von Naturkatastrophen, Armut, Hunger und gravierenden Umweltschäden. Nothilfe ist so schnell wie möglich angesagt. Bekannt ist zum Beispiel Pakistan. Doch es gibt auch zahlreiche Länder, die mit ihren Problemen eher in den Hintergrund der Aufmerksamkeit geraten sind, wie zum Beispiel Simbabwe.

Simbabwe braucht unsere Hilfe

Fotolia.de © Franz Pfluegl

Simbabwe: fehlende Ernährungssicherheit

Die Bevölkerung von Simbabwe leidet seit einigen Jahren an einer ausgedehnten wirtschaftlichen und soziopolitischen Krise. Die Ernährungssicherheit in Simbabwe sei seit einigen Jahren kritisch, berichtet das christliche Hilfswerk tearfund. Nach Einschätzung von Fachpersonen befände sich das Land wiederum am Rande einer Hungersnot. Übermässige Niederschläge in den einen und ausbleibender Regen in anderen Gebieten, haben grosse Teile der Maisernte vernichtet.

Kampf gegen Armut und Hunger, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen

Nach zwei ununterbrochenen, harten und massiven Krisenjahren kämpfen nach wie vor viele Haushalte in Simbabwe, einem südlichen Binnenstaat in Südafrika, ums Überleben. Der Wiederaufbau ihrer Existenzgrundlage wird noch mehrere lange Jahre in Anspruch nehmen. Der Aufbau ist zwar eine Art Perspektive, aber eine, die viel Geduld und leider auch immer noch zu viele Opfer fordert. Das Welternährungsprogramm und die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft schätzen, dass in diesem Jahr 2,8 Millionen Menschen in Simbabwe auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein werden. Kommt dazu, dass der Kampf gegen menschliche Tragödien wie Armut und Hunger, sowie gegen Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen nie enden wird.

Beispiel Nothilfe: Hilfe für Pakistan

Spendenfranken in der Schweiz sind hart umkämpft. „Gewinnen“ wird jeweils das Land, dass mit einer aktuellen Naturkatastrophe zu kämpfen hat und von den Medien die volle Aufmerksamkeit erhält. Beispiele: Haiti, das am 12. Januar 2010 von einem Erdbeben heimgesucht wurde. Aktuell ist die Nothilfe für Pakistan ein grosses Thema in Medien. In den Berichterstattungen gehen Länder ohne «aktuelle Notkatastrophen» verloren und ziehen in finanzieller Hinsicht somit den Kürzeren. Trotz dieser Tatsache läuft die Zeit weiter, Hunger und Armut bleiben und Menschen aus Simbabwe sind gefordert, zu warten und zu hoffen.


Werbung

Es ist wichtig, dass christliche Hilfswerke wie tearfund Zeichen setzen, auf Notsituationen in auch „unbekannten“ Ländern aufmerksam machen und die Ernährung sicher stellen. Um dies zu bewerkstelligen sind alle Menschen, unabhängig von welcher Nation sie abstammen, gefragt.

Nothilfe: Alle Nationen sind gefragt

tearFund: Nothilfe aus der Schweiz