Gingseng: heilsame Unterstützung aus der Natur
Manchmal wünschen wir uns, mehr Kraft für unseren anspruchsvollen Alltag zu haben. Natürlich können wir den Kaffee- oder Schwarztee-Konsum steigern oder auch auf Energydrinks zugreifen. Doch zu viel ist ungesund. Geht es auch anders? Ja! Mehr Kraft im Alltag dank natürlichen Wirkstoffen. Hier finden Sie wertvolle Infos über unterstützende Kraft aus der Natur: Ginseng, Safran & Kapern.
Die Themen im Überblick:
Gingseng: die Kraft der Natur nutzen.
Unser Nervenkostüm natürlich stärken
Bräuchten Sie manchmal mehr Kraft? Damit Sie Ihren Alltag besser bewältigen können? Etwas mehr Gelassenheit, wenn der Kollege schon wieder nervt, die Kinder quengeln und streiten, anspruchsvolle Kundengespräche anstehen etc. …
Zwischenmenschliche Beziehungen sind nicht immer einfach, doch wenn wir innerlich ausgeglichen sind, fällt uns die Kommunikation sofort leichter.
Erstens nehmen wir dann die Dinge weniger schwer und wenn wirklich etwas zu klären ist, haben wir, zweitens, den nötigen Elan dazu.
Gesucht? Gefunden! Natürliche Hilfe.
Die Natur bringt zahlreiche Pflanzen wie Ginseng, Safran und Kapern hervor, die unsere Gesundheit unterstützen und unser «Nervenkostüm» stärken können, damit uns unser Alltag leichter von der Hand geht.
Doch bevor wir auf diese natürliche Kraft zugreifen, kommen wir nicht darum herum, unseren Alltag und unser Innenleben zu hinterfragen.
Stress von aussen, Stress von innen
Stress ist grundsätzlich etwas Positives. Er macht uns wach, leistungsfähig, er lockt uns «aus der Reserve». Zum schädlichen Stress wird er erst, wenn wir uns nicht mehr regulieren können und uns alles über den Kopf wächst.
Wir bleiben innerlich angespannt, auch wenn die brisante Situation schon vorbei ist, wir sind gereizt, haben wenig Appetit oder essen zuviel, schlafen schlecht etc.
Wer ist oder war davon nicht schon betroffen oder kennt nicht jemanden, dem es so geht oder ging. Der Stress, der uns zu schaffen macht, kann von aussen, jedoch auch aus unserem Inneren kommen, was genau dieselbe Wirkung hat.
Beispiele für äussere Stressoren sind:
- Hohe Leistungsanforderungen an der Arbeitsstelle
- Geldsorgen
- unlösbare Spannungen in der Partnerschaft
- Streit in der Familie
- Konflikte aller Art
- Krankheiten
- Äussere Bedrohungen
Beispiele für innere Stressoren sind:
- Es allen recht machen wollen
- Grenzen nicht spüren oder nicht verteidigen
- Übermässiger Ehrgeiz
- Sich beweisen wollen
- Ängste aller Art (vor Versagen, vor Menschen, vor Krankheit, vor der Zukunft etc.)
Es kann sich lohnen, sich einmal in Ruhe Gedanken darüber zu machen und die eigene Stressbewältigung anzugehen. Zu analysieren, was genau uns stresst und wie wir dem – wenn auch nur in kleinen oder gar winzigen Schritten – entgegensteuern können.
Stress kennen wir alle und welchen Einfluss er auf unsere Lebensqualität hat. Das muss nicht sein.
Selbstfürsorge aktiv leben
Im Äusseren können wir nicht immer etwas verändern. Situationen sind manchmal, wie sie eben sind. Und Menschen sowieso. Aber wir können lernen, uns vor übermässigen Forderungen gesund abzugrenzen. Selbstfürsorge aktiv zu leben. Und wir können möglichst gut dafür sorgen, dass unser Körper alles bekommt, was er braucht, um kräftig und leistungsstark agieren zu können:
Eine ausgewogene Ernährung, gesunde Beziehungen, regelmässige Erholung und genügend Schlaf. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft kommen Ruhe und Erholung meines Erachtens oft zu kurz.
In den Terminkalender gehören auch Termine mit uns selbst
Die ganz Woche über sind wir verplant und auch die Wochenenden laufen noch turbulent ab. Sich einfach mal Zeit für sich zu nehmen, ohne Zweck, kommt oft zu kurz und manchmal holen wir uns diese Zeiten dann durch Trödeln oder Handykonsum, was unsere Kraft jedoch nicht wirklich aufbaut, sondern uns leer zurücklässt.
Gesundheit unterstützen mit der Kraft der Natur
Es gibt Zeiten von grosser äusserer oder innerer Belastung, da braucht unser Körper zusätzliche Unterstützung. In solchen Momenten kann Selbstfürsorge auch mal eine Extraportion Nährstoffe bedeuten, zum Beispiel in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Bevor wir zu Medikamenten greifen, bedienen wir uns lieber in der Apotheke der Natur. Auch im Sinn von «Vorbeugen ist besser als Heilen».
Da bieten sich die bereits erwähnten natürlichen Booster Ginseng, Safran und Kapern an. Diese drei stellen wir hier kurz vor.
Selbstfürsorge ernst nehmen und sichtbar leben.
Ginseng als Stärkungsmittel für Körper und Geist
Ein altbekanntes und bewährtes Stärkungsmittel für Körper und Geist ist Ginseng – auch Kraftwurzel genannt. Er wächst in Asien (Panax ginseng) oder Nordamerika (Panax quinquefolius), wobei die amerikanische Art milder ist. Die Bezeichnung Panax bedeutet «Allheilmittel», was auf das breite Wirkungsspektrum von Ginseng hinweist.
Seine aktiven Inhaltsstoffe (Ginsenoside) können uns wirksam unterstützen:
- bei hohen Anforderungen und Belastungen,
- bei der Stressbewältigung,
- zur Stärkung von Potenz und Spermienqualität,
- in der Rekonvaleszenz,
- bei zunehmendem Alter
- etc.
Ginseng ist jedoch nicht als «Doping» gedacht, damit wir noch übermässiger leisten können. Mehr Wirkstoff bedeutet nicht immer mehr Benefit. Bei zu hoher Dosierung kann es zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Unruhe und Schlaflosigkeit kommen.
Ginseng: Ein altbekanntes und bewährtes Stärkungsmittel für Körper und Geist.
Safran – der würzige Stimmungsaufheller
Safran besteht aus den orange-roten Stempelfäden des Safran-Krokusses und ist vor allem als teuerstes Gewürz bekannt. Diese kleinen Stempelfäden werden von Hand einzeln aus jeder Blüte geerntet und anschliessend getrocknet, was den hohen Preis durchaus rechtfertigt.
Neben dem aparten Geschmack und der intensiven Gelbfärbung, der Safran herzhaften wie süssen Speisen verleiht, werden ihm auch wertvolle gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Safran gilt als:
- nervenstärkend
- stimmungsaufhellend
- angstlösend
- libidofördernd
- antioxidativ
- antientzündlich
- positiver Effekt auf Alzheimerdemenz
Herkunft und wichtige Qualitätskontrolle von Safran
Angebaut wird Safran vor allem im Iran, aber auch in anderen Ländern, z. B. in der Türkei, in Österreich, Spanien, Italien, Markokko – und sogar in den Sonnenkantonen der Schweiz. In humosem Boden an einem sonnigen Platz wächst er auch im heimischen Garten. Die Qualität von Safran ist nicht so leicht einzuschätzen. Da Anbau und Ernte sehr arbeitsintensiv sind, ist die Versuchung, ihn mit etwas Ähnlichfarbigem (z. B. Kurkuma) zu «strecken», gross. Allerdings ist die Qualität massgebend, wenn Safran seine volle Wirkung entfalten soll!
Entscheidend sind hier die Inhaltsstoffe Crocin, Crocetin, Picrocrocin und Safranal.
Tipps für den Kauf
Beim Kauf ist es daher sicherer, sich für Safran-Fäden zu entscheiden anstatt für Pulver, da diese weniger gut imitiert werden können. Für einen höheren gesundheitlichen Nutzen empfiehlt sich sorgfältig geprüfter Safranextrakt in Kapseln aus vertrauenswürdigen Quellen (z. B. mit Inhaltsstoffen von 75 Fäden pro Kapsel).
Safran kann die Stimmung aufhellen.
Kapern – mediterrane Knospen für mehr Immunstärke
Kapern, die wir am besten aus kleinen Gläsern kennen – in Essig, Öl oder Salzlake eingelegt – sind die Knospen eines dornigen Strauches, der am liebsten an kargen Stellen in magerem Boden wächst. Auch sie werden, wie der Safran, mühsam von Hand gepflückt und sind deshalb recht kostspielig.
Herkunft und Kauftipps
Im Mittelmeerraum wachsen viele Kapernsträucher wild, wobei sie auch in Plantagen angebaut werden, oft mit dornenlosen Pflanzen, was die Ernte beträchtlich erleichtert. Lässt man die Knospen blühen und fruchten, entstehen Kapernäpfel, denen unter anderem eine blutzuckersenkende Wirkung nachgesagt wird. Auch sie kann man eingelegt kaufen. Vom Strauch weg sind Kapern ungeniessbar, da sie viele Bitterstoffe enthalten. Durch Anwelken, Fermentieren und Einlegen werden sie erst zu dem feinen Gewürz, das den Speisen eine ganz spezielle Geschmacksnote verleiht.
Wie Senf, Kresse und Rettich enthalten Kapern Senföle, was für ihren scharfen Geschmack sorgt und Infektionen durch Pilze, Viren oder Bakterien entgegenwirkt. Aus diesem Grund wird Kapernextrakt sogar als Alternative zu Antibiotika verwendet.
Kapern in der Naturheilkunde
In der traditionellen Heilkunst vieler Kulturen werden Kapern – und zwar alle Bestandteile des Strauches – seit jeher als natürliches Heilmittel geschätzt, dies beispielsweise:
- bei Rheuma und Arthritis
- bei Infektionen
- als Aphrodisiakum (libidofördernd)
- gegen Hautalterung
Heute sind zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe in Kapern wissenschaftlich nachgewiesen und sie gehören zu den quercetin-reichsten Pflanzen.
Kapern – mediterrane Knospen für mehr Immunstärke
Quercetin aus Kapern bei Pollenallergie (Heuschnupfen)
- Das in Kapern enthaltene Quercetin gilt als wirksamer Histminsenker. In der Pollensaison kann dies heuschnupfengeplagten Menschen Erleichterung bringen.
- Zudem wirken die verschiedenen Antioxidantien als Zellschutz (Anti-Aging).
- Kapern regen allgemein den Stoffwechsel an.
Da Kapern nur in kleinen Mengen über die Nahrung aufgenommen werden, kann es sich lohnen, auf ein Kapern-Extrakt zuzugreifen, um von den heilsamen Wirkungen profitieren zu können.
Fazit:
Das Leben verlangt uns viel ab und kann Körper und Seele manchmal ziemlich zusetzen. In Zeiten grosser Belastung kann es sich lohnen, in den Apothekerschrank der Natur zu greifen und sich eine Extraportion Nährstoffe zu gönnen. Dies ebenso im Sinn von «Vorbeugen ist besser als Heilen». Ginseng, z. B. als Stärkungsmittel, Safran, z. B. als Stimmungsaufheller und Kapern als kleines Multitalent können unser Wohlbefinden fördern und unsere Gesundheit stärken.
© Christliche-Lebensberatung.ch, 21.10.2026
Autorin
Tabea Räber ist Mitglied des Autorenteams auf Christliche-Lebensberatung.ch und anderen Online-Plattformen. Sie hat jahrelang als Hebamme und in der Seniorenpflege gearbeitet.































